Busenfreunde

Viele Redewendungen unserer Zeit entstammen abgewandelt einer logischen Quelle aus geraumer Vorzeit, deren Ursprung wiederum in die heutige Zeit projiziert schwerlich nachvollziehbar scheint. Kurz gesagt: Wer wissen will, warum man etwas so sagt wie man es sagt und sich mit der Aussage „das sagt man halt so“ nicht zufrieden geben will, sollte des Pudels Kern (woher kommt diese Redensart eigentlich?) in Worten einer nahen oder etwas ferneren Vergangenheit suchen, um häufig eine Antwort auf diese brennende Frage zu erhalten. Dabei kann das Selbst-nach-den-Ursprüngen-suchen sehr viel mehr Spaß machen als einen selbsternannten Doktor im Radio anzurufen und zu fragen, warum man für jemand anderen „in die Bresche springt“.

Solche banalen Redewendungen sind es mir jedoch weder wert, erklärt, noch hinterfragt zu werden. Eine spezielle Ausdrucksweise allerdings hat es mir schon seit geraumer Zeit angetan und immer bei Gelegenheit fallen mir weitere völlig plausible Begründungen ein, warum genau diese sprachliche Metapher gewählt worden ist.

Es handelt sich dabei um das häufig so dahergesagte ominöse Wort eines „Busenfreundes“, wobei nicht pubertierende Streuselkuchengesichter auf Erotikmessen gemeint sind, die sich beim Anblick zweier wohlgeformter weiblicher Milchtanks direkt mal eine Dosis Haargel von innen in die Hose schießen. Nein, sehr gute Freunde werden häufiger auch als Busenfreunde bezeichnet, wofür es meiner Meinung nach gleich mehrere plausible Erklärungen geben kann, die eventuell auch im Zusammenspiel den Begriff geprägt haben können. Zu allererst sind da natürlich die Brüste des weiblichen Geschlechts, die in freier Natur auffällig häufig paarweise auftreten und bis auf geringe Größenunterschiede in der direkten Nachbarschaft auch meist ähnlich aussehen. Da ist es natürlich unumgänglich, dass diese beiden direkten Nachbarn, von denen die eine auch ohne Probleme das Spiegelbild der anderen sein könnte, gut miteinander auskommen. Selbst bei Frauen im fortgeschrittenen Alter, bei denen die Schwerkraft im Laufe der Jahre ihre volle Gewalt ausgeübt hat und deren Brüste sich in Folge dessen nach einer langen Nacht, die ihre Inhaberin auf dem Rücken verbracht hat, morgens wohl gegenseitig nach dem Namen fragen, sind Hans und Franz (ich habe gehört, Heidi Klum nennt ihre beiden hervorstechendsten Argumente so) wohl so intim bekannt, dass sich durchaus daraus eine innige Freundschaft ergeben kann, die auch als Busenfreundschaft bekannt geworden sein könnte.
Gut, nun bleibt der einen Brust natürlich auch nicht so viel über, wenn sie im Laufe eines langen Lebens irgendwann keine Lust mehr auf ihre Zwillingsschwester hat, zum Beispiel weil diese vom Mann oder Freund mehr Liebkosungen erfährt. Sie kann natürlich versuchen, so viel mehr Milch zu produzieren, dass Sie ungleich schwerer wird als ihre linke oder rechte Kollegin, um somit zu provozieren, dass sie von ihrer Besitzerin öfter mal über die Schulter geworfen wird, beispielsweise um sie als Schal zu benutzen. So könnte sie der Kollegin aus dem Weg gehen, würde allerdings, wenn sie es übertreibt, nach einem gezielten Wurf über die eine Schulter um den Hals gewickelt an der anderen Schulter wieder herunter kommen und auf der Kollegin zum Liegen kommen, was dann doch über das Ziel hinaus geschossen wäre.

Dass es sich bei dieser Art der Freundschaft im engeren Sinne eher um eine Brustfreundschaft als um eine Busenfreundschaft handelt, kann ich mit meinem kindlichen Leichtsinn meiner späten einstelligen Lebensjahre begründen. Damals hatten Frauen nicht EINEN Busen, sondern Busen. Busen war für mich damals das Synonym für Titten oder auch Möpse, was zu der Schlussfolgerung führt: eine Frau hat Titten, also links und rechts eine Titte, oder eben links und rechts einen Mops – ergo hat eine Frau Busen, also links und rechts eine Buse. Daher könnten ja durchaus die linke und die rechte Buse eben diese innige Freundschaft pflegen. Dass DER Busen eben doch nur in der Einzahl an einer Frau existiert und im Übrigen auch nicht die beiden Milchreservoirs selbst, sondern ursprünglich vielmehr die flache Stelle genau zwischen den Brüsten beschreibt, sollte ich erst sehr viel später erfahren.

Zum Thema Busenfreundschaft gibt es meinerseits aber eine weitere Theorie, die mindestens genauso plausibel scheint wie die Beziehung zweier Brüste untereinander. Da Busenfreunde augenscheinlich bereits sehr lange miteinander befreundet sind, gibt es eben auch die Möglichkeit, dass Busenfreundschaften in jungen Jahren eben genau dort begannen. Dies kann einerseits durch doppelseitiges Stillen von Zwillingsgeschwistern erfolgt sein (es soll auch enge Freundschaften unter Geschwistern geben). Aber auch Freunde, die in etwa im gleichen Alter sind, können von derselben Zapfstation ihre Milch bezogen haben. Wenn Katzen Tigerbabys stillen und Chihuahuas Giraffenbabys (wie man es bereits mehrfach als Sensationsmeldung bei „taff“ oder „explosiv“ gesehen hat), warum ist dann nicht folgende Situation denkbar:

Irgendwo im tiefsten Sachsen-Anhalt: Uschi, 46, frischgebackene Mutter, arbeitslose Bahnhofstoilettenreinigungsfachfrau, bittet eines Abends ihre Freundin Chlodette, 18, ebenfalls frischgebackene Mutter ihres dritten Kindes, ihren vierwöchigen Cedric-Pascal doch heute Abend zum Essen einzuladen, da sie gerade in einer sehr kreativen Phase ihrer Magisterstudien weiblichen Paarungsverhaltens während wolkiger Vollmondphasen steckt und daher gerade keine Nervenstränge frei hat, um ihren Körper anzuweisen, für Milcheinschuss in die beiden schlauchförmigen Hautlappen, die früher einmal ihre Brüste gewesen sein müssen, zu sorgen. Chlodette lässt sich natürlich nicht zweimal bitten und so saugen Cedric-Pascal links und Kevin-Justin rechts parallel an den Auslassventilen der beiden Chlodette-Brüste, während diese, in der einen Hand ein Bier und in der anderen die Fernbedienung, auf dem Sofa sitzt. Die Kinder halten sich dabei allein durch ihre Saugkraft an den vom Solarium zu Rosinen verformten Brustwarzen fest, werden allerdings durch den Bauch der 150 kg-Wuchtbrumme zusätzlich von unten gestützt, so dass die Absturzgefahr quasi nicht größer ist als die Wahrscheinlichkeit, dass der Mann von Chlodette plötzlich durch die Tür kommt und um Vergebung für die Jahre der Vernachlässigung und die Seitensprünge bittet.

Durch eine solch enge Beziehung von Kindheit an entstehen Busenfreundschaften, allein schon dadurch, dass man sich als Baby schon mit dem Kollegen neben einem verständigen muss, damit nicht immer einer allein an der gepiercten Brust nuckeln muss, sondern abwechselnd jeder einmal in den Genuss purer Milch kommt, die nicht durch unechten, rostigen Schmuck plötzlich aus viel zu vielen Löchern im Nippel herausspritzt. Dabei ist bereits in diesen jungen Jahren Koordinationsgeist und Improvisationstalent gefragt, wodurch die kleinen Racker bereits von Kindesbeinen an die besten Voraussetzungen haben, später einmal ganz große Karriere als Busenfreunde zu machen.

So, jetzt sind alle nur erdenklichen Lösungsvarianten der Busenfreundschaftsfrage aufgedeckt worden, so dass nun jeder selbst entscheiden kann, welche davon stimmt, sollte es wider Erwarten Zweifel an diesen Theorien geben, dann ruf halt doch im Radio an, wirst schon sehen, dass der Doktor Wort auch nichts anderes zu berichten weiß =)

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Warum Männer länger zum Kacken brauchen als Frauen

Wenn eine Frau zu ihrem Mann sagt, dass sie sich „frischmachen“ geht, dann weiß der Mann: Aha, sie ist dann mal für zwei Minuten weg zum Kacken. Diese Zeit nutzt der Mann also sinnvoll, um zum Beispiel in diesen 120 Sekunden insgesamt 240-mal den Sender zu wechseln. Man könnte ja was verpassen.

Wenn die Frau dann wiederkommt, wird weiter „Germanys Next Topmodel“ geschaut und der Mann schläft wie immer dabei ein. Wenn ein Mann seiner Frau erklärt, dass er auf Toilette geht, haben diese Worte viel schwerwiegendere Bedeutung. Zwar nimmt die Frau die Worte des Mannes mit einem sturen „Mhhh“ zur Kenntnis, innerlich weiß sie jedoch, dass sie in den nächsten zwei Stunden nicht mit ihrem Gatten rechnen muss.
Denn wenn sich ein Mann erstmal auf die Keramik gesetzt hat, geht er dort auch so schnell nicht wieder weg. Als würde dieser Ort magische Kräfte auf ihn ausüben, bleibt er stoisch sitzen, bis die ganze Sache fertig ist. Begleitet wird er dabei stets von seinem besten Freund, der Zeitung (Sportteil), dem Game- oder wahlweise auch dem Playboy.
Doch warum tun Männer so etwas für Frauen völlig unverständliches? Gefällt ihnen der Geruch? Fühlen sie sich wohl? Finden sie es bequem? Auch wenn alle diese Fragen mit „ja“ beantwortet werden müssen, liegt hier nicht der wahre Grund für diese eigenartige Faszination, die die Männer wie gefesselt ans Klo bindet und dafür sorgt, dass viele Frauen den Namen ihres Mannes vergessen haben, wenn er wieder vom Thron runter ist. Manche Männer sollen sogar schon den kompletten Geburtstag ihrer Frau auf Klo verbracht haben, wenn auch unwissentlich, da Männer so etwas eh meist nicht behalten können. Natürlich liegt des Pudels Kern mal wieder in der Evolution und damit in der Steinzeit.

Stellen wir uns mal vor, die Frauen, wie sie so ihre Beeren pflücken und Pilze sammeln, mussten mal austreten. Wer da zu lange zum Fertigwerden brauchte, dem wurden die besten Beeren und Pilze vor der Nase weggeschnappt. Außerdem nannten Sie das Kind natürlich nicht beim Namen, da man ja beim „Austreten“ die Beeren-Büsche und Pilze mit Kot verdecken könnte, was den anderen Suchern natürlich nicht gefallen hätte (Erstens wäre das Suchobjekt dadurch schwerer zu finden gewesen, zweitens war die Mahlzeit dann dreckig und bei weitem nicht mehr so lecker – um den Originalgeschmack wieder herzustellen, wurde dann später das fließende Leitungswasser erfunden – aber dazu ein anderes Mal). Deshalb wurde von femininer Seite häufig sehr schnell geschissen, teilweise auch einfach im Gehen fallen gelassen.

Männer hingegen hatten den Tag über anstrengende Kämpfe mit Mammuts und anderen Großtieren, die nicht damit einverstanden waren, abends auf der Speisekarte zu stehen. Hier zählte Leistung. Ausreden galten nicht und Weicheier und Drückeberger wurden zum Straf-Kinderhüten oder beim nächsten Mal Lockvogel spielen degradiert. Wer sich also vor Arbeit und Kampf drücken wollte, hatte nur eine Chance: Er zog die Arschkarte. Diese bedeutete zu dieser Zeit noch etwas Gutes, und zwar, dass der Arsch zu voll war, um weiter zu kämpfen. Also konnte er sich von der Gruppe absetzen, um ein stilles Örtchen aufzusuchen. Schnell fällte er noch einen Baum, dem er dann während seiner Sitzung die Ringe ablas (damals gab es noch keine BILD-Zeitung). Den gleichen Baum konnte er dann ein Jahr später nutzen, wenn er fertig war mit seinem Geschäft, um sich den Allerwertesten mit dem Blattwerk abzuputzen.

Natürlich dauert es heute kein ganzes Jahr mehr, bis ein Mann vom Klo kommt, aber damals wurden ja auch viel größere Tiere gegessen, man stelle sich mal die Mengen Kot vor. Das konnte schon mal eine Sache von mehreren Monaten werden. Auch heute geht der Mann vornehmlich noch zum Entspannen aufs Klo, zum Beispiel, um nicht „Germanys Next Topmodel“ gucken zu müssen, bei einem wichtigen Gameboyspiel voran zu kommen, oder einfach in Ruhe zu lesen, denn bei dem zu erwartenden Gestank weiß Mann ganz genau, dass sich eine Dame niemals durch diese Gaswolke kämpfen würde, um ihn vom „Spielesessel“ zu zerren. Sie ist sich ja sogar zu fein, um zwei Stunden später mal das Fenster aufzumachen, oder die Heizung runter zu drehen – Was der Mann natürlich nach der Sitzung aus Versehen vergessen hat…
Es ist in der Natur des Mannes verwurzelt, lange Zeit auf der Toilette zu verbringen, also wenn eure Frau das nächste Mal darüber meckern will, fragt sie erstmal, ob sie nicht während dieser Standpauke die Schminktipps von Boris Endtrup verpasst.

Zehennägel

Gerade vorhin wieder habe ich mir die Zehnägel geschnitten. Das ist nicht schön aber es muss sein. Doch warum eigentlich, ich meine wer zwingt mich dazu? Es sieht doch eh keiner, dank der genialen Erfindung von James Albert Shoe, der seinerzeit dachte, verdammt eigentlich habe ich keinen Bock mehr auf der Straße in lauter Hundescheiße zu treten und mich dann schon wieder waschen zu müssen, schließlich war doch erst Waschtag.

Er entwickelte also ein kleines geniales Kleidungsstück namens Sneaker und wurde damit steinreich. Aber dadurch dass man meine Zehen nicht mehr sieht, heißt das ja nicht, dass mir diese Schuhe das Kürzen meiner Fußnägel ersparen.

Im Gegenteil: Die Schuhe sind schuld daran, dass ich mir meine Krallen überhaupt abschnippeln muss. Denn was früher noch als Waffe gegen wilde Mammuts gut war um ihnen im Handstand die Kehle zu durchtrennen, hat natürlich im Laufe der Evolution nichts an Schärfe verloren und fügt deshalb meinen Zehen selbst Schaden zu. Das stellt sich dann im Einzelnen so dar, dass meine Zehnägel standardmäßig immer so ca. zwei Zentimeter über den Zehenrand gucken, aber das fällt mir ja nicht auf, da ich meine Füße persönlich nur ca. einmal die Woche sehe, schließlich kann man Strümpfe bis zu einer Woche am Stück anlassen, ohne dass sie durch die Schuhe hindurch sonderlich stinken.
Nun habe ich ja aber wie gesagt Schuhe an, schon allein um den Gestank meiner Füße für meine Mitmenschen in einem erträglichen Rahmen zu halten. Diese Schuhe führen aber zu Verletzungen, wie sie schlimmer kaum sein könnten. Dadurch, dass die Schuhe meine Füße ja quasi einquetschen, wird jeweils der nächstgrößere Zeh an den Nagel des „kleinen Nachbarn“ gedrückt, was dazu führt, dass sich dieser Nagel in den „großen Nachbarn“ hineinbohrt. Wenn also meine Schritte mit zunehmender Dauer wehtun und ein Geräusch machen, als befinde sich ein Sumpf in meinem Strumpf, schaue ich mir meine Füße auch mal außerplanmäßig an um festzustellen, dass es mal wieder an der Zeit wäre, mir meine Jagdgeräte zu kürzen. Ist dies getan, werden die wertvollen Sicheln allerdings nicht weggeschmissen, nein, man kann sie weiterhin prima als Zahnstocher oder Brotaufstrich verwenden.

Manchmal entwerfe ich aus ihnen in einem Anflug von Kreativität auch Skulpturen und verkaufe diese dann auf einem Trödelmarkt als antike Elfenbeinfiguren aus der Frühzeit der Seefahrt.

Mit dem Geld aus diesen Erlösen kann ich mir dann wieder ein paar neue Schuhe kaufen, denn die alten, in denen sich ja immer noch das Blut des Zehnagelmassakers befindet, kann ich ja eh wegschmeißen, obwohl man sie sicher auch noch als Schuhe Jesu Christi verkaufen könnte, der sie auf seinem Weg mit dem Kreuz durch WoAuchImmer trug, bis sich seine Zehnägel in seine Zehen bohrten.
Dass wird allerdings spätestens beim zweiten Paar schwierig sein, denn man wird mir dann wohl kaum glauben, dass er sich dass Kreuz mal kurz abnehmen ließ, um die neuen Schuhe anzuziehen und mir die alten per Luftpost zu schicken.

Toilettenerkenntnisse

\*?&%$§#   hhhmmpppfffff… — aaaahhhh

Gerade war ich auf Toilette, man erkennt es vielleicht an der Denkzeile, und da ich im Moment einen Verband an der rechten Hand trage, kam mir so eine Frage in den Sinn, die wahrscheinlich nur einem Mann einfallen kann, der gerade auf Toilette sitzt und nichts zu lesen in der Hand hat. Und zwar interessierte mich plötzlich brennend, wie man sich mit einer gebrochenen Hand den After putzt? Da man dann wohl zwangsläufig auf die schwache Hand ausweichen müsste, habe ich es gleich mal ausprobiert, mir mit links den Hintern abzuwischen, und wie soll ich es sagen, es ging in die Hose, oder besser: es war Scheiße, oder noch besser: es war für´n Arsch! Nachdem ich die umher liegenden Klopapierfetzen aufgesammelt hatte und meine linke Hand sowie meine linke Arschbacke gründlich gereinigt hatte, begann ich sofort einen Trainingsplan aufzustellen, der meine linke Hand im Hinblick auf einen möglichen Ernstfall zum Wischeinsatz fit machen sollte. Ich benutzte eine einfache Formel um mein Trainingskontingent zu berechnen und auf beide Hände gleichmäßig zu verteilen und kam zu dem Schluss, dass nach ca. zwei Monaten, bei geregeltem Stuhlgang meine linke Hand in der Lage sein sollte, ca. 75 % des Kots am Papier zu behalten. Die restlichen 25 % würden sich dann zwar immer noch an linker Arschbacke, linker Hand und Hosenbund verteilen, aber dies wäre immer noch besser als der erbärmliche Erfolg bei meinem heutigen ersten Versuch.

Formel: 

(Anzahl Sitzungen pro Tag) * (Anzahl durchschnittlich benötigter Wischungen)_______________________________________________________(Anzahl Hände) * (Prozentsatz d. Konsistenz d. Stuhls im Vergleich z. Standard)

Hierbei entscheidet die Konsistenz des Stuhls indirekt über die Anzahl der Wischungen, da das Produkt im Nenner mit abnehmender Konsistenz kleiner wird und sich somit die gesamte Anzahl der Wischungen pro Tag im Quotient vergrößert.

Wenn ich also exemplarisch 50 Wischungen pro Tag zur Verfügung habe, verteile ich durch einen, in einer komplizierten Formel ermittelten Schlüssel, 25 auf die rechte Hand und 25 auf die linke Hand. Durch die Abweichung der linken Hand von minus 25 % und die Abweichung der rechten um 0 % wird die Gesamtabweichung nach ca. 2 Monaten bei nur noch 12,5 % liegen, was in etwa einem braunen Streifen auf Hand oder Arschbacke entspricht.

Wenn ich so gut im Abwischen bin, kann ich vielleicht sogar zu „Wetten, Dass?“ und werde Thomas Gottschalk treffen, ob der mir dann allerdings die Hand zur Begrüßung geben wird, bleibt fraglich. Aber dann kann ich bei einer Wette beweisen, dass ich 20 Ärsche in einer Minute klinisch rein bekomme und Tom Cruise kann dann darauf tippen, ob ich es schaffe und wenn nicht, muss er halt in seiner nächsten Hollywood-Hauptrolle eine von Thomas Gottschalk´s karierten Hosen tragen. Na das wird doch lustig, aber nur, wenn ich mir die Rosetten, die ich abwische, vorher aussuchen darf. Schließlich lässt sich nicht jede Rosette gleich gut abwischen. Da kommt es schon auf Durchmesser, Dicke und Haarigkeit an. Selbstverständlich bräuchte ich auch mein bestimmtes Hauspapier, welches nicht zu rau sein dürfte, damit ich im Nachhinein keine Anzeigen der Probanten wegen rissiger oder entzündeter Arschlöcher bekomme. Und dann werde ich mit der „beschissensten“ Wette aller Zeiten Wettkönig bei „Wetten, Dass?“ und bin die nächste Seite-Eins-Schlagzeile in der „Bild“. Ich denke das nennt man „aus Scheiße Geld machen“.

Und wenn ich dann in der Bild als Überschrift direkt über Heidi, die leider gerade zufällig ihren BH verloren hat und sonst eigentlich Jura in Dortmund studiert, stehe, bin ich dann auch bald ein ganz großer der deutschen Fernsehlandschaft, denn dazu braucht es ja in der heutigen Zeit wirklich nicht mehr viel. Wenn ich dann also mit Robbie Williams und Gisele Bündchen Frühstück esse, werde ich daran zurückdenken, wie alles angefangen hat und vielleicht sogar beim Anblick von Gisele`s Rosette wieder an Thomas Gottschalk denken. Aber wahrscheinlich werde ich niemals Gisele´s Hinternventil zu sehen bekommen und auch nie zu „Wetten, Dass?“ kommen, aber dafür kann ich mir in zwei Monaten den Arsch beidhändig abwischen, immerhin was, oder?

Baumarkt-Traumaufstellung

Wenn ein Baumarkt eine Fussball-Mannschaft hätte, wie würde sie wohl aussehen? Am Beispiel des niedlichen kleinen „Obi“-Bibers* kann man eine solche Truppe elegant aufstellen, einzig anhand der verblüffend vielen Namensähnlichkeiten, die diesen Markennamen ständig in sich tragen, womöglich sogar ohne dass sie sich dessen bewusst sind… Oder wäre Ihnen auf Anhieb ein Spieler bekannt, der mit dem Biber im Namen Europameister wurde? Aber genau ein solcher hat es in die Traumelf jedes „Wie-wo-was-weiß-Obi“- Verkäufers geschafft.

Die Aufstellung spielt auf Grund der unerklärlichen Ungleichmäßigkeit bekannter OBIs auf den verschiedenen Positionen eines Fußballfeldes im eher ungewohnten 4-2-4, was man aber mit zwei weit hängenden Außen durchaus auch so in der Praxis finden könnte…

Tor: Paul ROBInson (England, Blackburn Rovers)
Abwehr: Levan KOBIashvili (Georgien, Hertha BSC Berlin) – George ElokOBI (Kamerun, Wolverhampton Wanderers) – Javier Garrido BehOBIde (Spanien, Lazio Rom) – Vasil KOBIn (Ukraine, Schachtjor Donetsk)
Mittelfeld: John OBI Mikel (Nigeria, FC Chelsea) – Joel Chukwuma OBI (Nigeria, Inter Mailand)
Sturm: ROBInho (Brasilien, AC Mailand) – Víctor OBInna (Nigeria, West Ham United) – Shola AmeOBI (Nigeria, Newcastle United) – Fredy BOBIc (Deutschland – ehemals u. a. VfB Stuttgart)

*fälschlicherweise in „Werner – Gekotzt wird später“ – beim Sching/Schang/Schong spielen als „Obi-Hörnchen“ betitelt – bei dem breiten Schwanz und den starken Vorderzähnen muss es sich aber um einen Castoridae, also Biber handeln – aber auch dieser würde wohl die normalen Sching/Schang/Schong-Waffen wie Schere, Stein, Papier schlagen – ist ja schließlich aus dem Baumarkt

Dorfdisko

Auf der Suche nach einem Thema ein Buch darüber zu schreiben, fand ich keine Idee, die es Wert wäre, sich näher damit zu beschäftigen, und dafür nicht zu zocken. Computer spielen macht eh mehr Spaß. Dabei spielt man ja gar nicht Computer, sondern ein Spiel auf dem Computer, aber dieses Spiel ist ja auch nicht im klassischen Sinne auf dem Computer, sondern in ihm, oder so. Jedenfalls ist im wahrsten Sinne „auf“ meinem Computer im Moment ein Pilz. Äh, falsch, ich meine ein Pils, also ein alkoholischer Gerstensaft.

Dieser schmeckt, wenn er meine Lippen benetzt und langsam und bekömmlich meine Zunge streichelt bevor er ruhig und sinnlich meinen Rachenraum durchspült, eigentlich gar nicht mal so gut. So ist das bei mir und Bier. Schmeckt nicht, zumindest das Erste. Läuft schon besser, so ab dem Dritten. Dann aber, wenn es gerade anfängt gut zu munden und ich mir vorkomme, als hätte sich direkt nach jedem Schluck Bier ein Tennisball zwischen meine Kiefer gesetzt, der mich nun am deutlichen aussprechen einiger Wörter wie zum Beispiel „Sozialpädagoge“ hindert, switcht mein Hirn plötzlich um. Als wollte es sagen: Bier wird zur Leberverarschung, ich brauche mehr Stoff, greift meine Faust schlagartig nach der nächsten Flasche verfügbaren Schnapses und gießt ihn ein. Allerdings nicht umständlich ins Glas, sondern meist direkt durch den wie einen Tunnel geöffneten Hals in den Magen, wo sich die hochprozentige Brühe alsbald mit meinen vorher getrunkenen 10 Bier vermischt und meinem Körper signalisiert: „*#+=&%$§##“, was so viel bedeutet wie: „Ich habe dir nicht befohlen, einen Liter Stroh 80 auf ex in dich hineinzukippen! Die Brühe kannst du wiederhaben und das nächste Mal bitte ein wenig mehr Tequila, der kribbelt so schön an der Magenwand!“

Nachdem ich dann meist die voll gekotzte Toilette ohne vorher zu spülen verlasse (Ich fass doch nicht an diesen voll gekotzten Spülgriff, wozu gibt es denn Toilettenfrauen, die sind sowieso völlig überbezahlt), begebe ich mich ohne zu zögern oder zu hadern, fast im vollen Beisammensein aller meiner vier Sinne (schmecken kann ich im Moment nichts mehr, da die Kotze einen stark sauren Charakter hatte, welcher mir die Oberfläche der Zunge komplett abgeschliffen hat), gestützt von ein, zwei guten Freunden, die ich meist noch nie zuvor gesehen habe, direkt und ohne Umschweife ins „Gebot“.

Das „Gebot“ ist unsere Kleinstadt-eigene Disko und hier kann man sehr viel Spaß haben, da es hier ein sehr kulturinteressiertes und integratives Fachpublikum zum Thema „saufen“ gibt. Kulturinteressiert meint in diesem Fall, dass man sich für Fußball und diverse andere, von vielen fanatischen Feministinnen eher nicht geschätzte, Sachen der männlichen Unterhaltung interessiert. Integrativ bedeutet in diesem Fall eher, dass ich, so voll wie ich im Moment bin, wahrscheinlich aus jeder anderen Kneipe schon herausgeflogen wäre, hier allerdings der am liebsten gesehene Gast bin. Hier werden Freundschaften geboren aber auch Zähne ausgeschlagen.

Dieser bunte Kulturmix veranlasst einen jeden Bewohner des Dörfchens in dieses noble Etablissement im Herzen der Stadt zu kommen, denn hier bekommt man alles zu sehen, und seien es nur 12-jährige Mädchen im Vollrausch, die ihr Tanzbein zu diversen Liedern schwingen. Dass diese Lieder teilweise aktuell waren, als der älteste Besucher schon Opa war und viele noch nicht einmal geboren, sei an dieser Stelle nur erwähnt.

Tja, so ist das Leben in einer Kleinstadt, die ganze Woche ist nichts los, dann kommt das Wochenende und man erinnert sich hinterher nur noch schemenhaft daran, weil man wieder mal so straff war, dass der „Mann mit dem Hammer“ vorbeikam und einem das Licht ausgemacht hat. Das ist allerdings ein Teufelskreis, denn wenn man endlich mal wieder am Wochenende was Cooles erleben will, trinkt man. Danach kann man sich allerdings nicht mehr daran erinnern, was Cooles erlebt zu haben und trinkt deshalb wieder.

Anmerkung des Autors: Der Name der Diskothek wurde aus Pietätsgründen verändert 🙂